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Angst vor Schmerzpumpe... Was passiert mit mir???

Feb 02, 2017 9:21 PM

Ich werde jetzt schon ca 8 Jahre mit Fentanylpflaster behandelt. Anfangs mit 50μg alle 3 Tage und seit ca. 5 Jahren 150μg welches ich jetzt seit ca 2 Jahren schon alle 2 Tage wechsel. Zusätzlich nehme ich 4 mal täglich 60 Tropfen Navalgin Tropfen und bei Bedarf bis zu 3 mal täglich 8 Tropfen Morphium 5%. Ein mal in der Woche bekomme ich beim Schmerztherapeuten eine Infusion mit 300mg Procain. Da meine Schmerzskala von 1-10 im Schnitt zwischen 7- 9 liegt, sprach mein behandelnder Schmerztherapeut von der Überlegung auf Zeit die Behandlung auf Schmerzpumpe umzustellen. Das hat bei mir ein Gefühl von Angst und Panik ausgelöst. Ich kann nicht genau sagen warum. Läuft man mit Schmerzpumpe den ganzen Tag benommen und neben sich stehend durch die Gegend? Oder wie muss ich mir die Behandlung vorstellen. Das Gefühl neben sich zu stehen kenne ich von den Morphium Tropfen die ich nicht regelmäßig nehme. Wenn ich mit meinen Schmerzen nicht zurecht komme und die Morphium Tropfen nehme, stehe ich regelrecht neben mir und brauche überhaupt nichts mehr außer Haus machen. Wer kann mir von den Anfängen der Schmerzpumpen Behandlung berichten???

Feb 05, 2017 12:22 PM

Ich habe seit 8Monaten eine Morphium Schmerzpumpe. Bin Querschnittgelähmt, Brustwirbelbruch TH 3/4. Ich war vor der OP immer auf Schmerzskala 8 - 10. Sämtliche Opiate in Tabletten-, Pflaster- und IV-Form zeigten bei mir keinerlei Wirkung. Im Moment bekomme ich täglich ca. 5,5 mg Morphium intrakathedral über die Pumpe. Ich habe keinerlei Nebenwirkungen in Bezug auf "neben mir stehen". Bei den Tabletten und Pflastern war das so. Jetzt geht es mir diesbezüglich recht gut, lediglich mein Nachtschlaf ist um einiges tiefer. Meine Schmerzen haben sich nun tageweise auf ca. 5 - 6 reduziert. Solltest Du noch weitere Fragen haben, frage einfach ! Grüße michael

Feb 09, 2017 11:59 AM

Hallo Michael. Habe mir jetzt einige Tage einen Kopf gemacht über das Thema Morphium-Schmerzpumpe. Daher sind bei mir noch ein paar grundlegende Fragen aufgetaucht. Vielleicht kannst du mir da etwas Punkt für Punkt weiterhelfen.Am Besten ist, ich fange einfach an.
1. Wo bzw wie wird die Pumpe eingepflanzt? (Unter der Haut? Wie tief unter der Haut? Spürt man sie bzw kann man sie fühlen oder sehen unter der Haut? Oder sitzt sie über der Haut und Kabel bzw Schlauch ist innerhalb der Haut?) wie muss ich mir das vorstellen??
2. Wird sie in Vollnarkose oder örtliche Betäubung eingesetzt??
3. Wie lange dauert die OP und wie lange die Einstellung bis man aus dem KH entlassen wird???
4. Wie geht das mit dem Auffüllen der Pumpe?
5. Wie groß muss ich mir die Pumpe vorstellen??
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Vielleicht fallen mir später noch einige Fragen ein. Das sind auf jeden Fall erst einmal die Wichtigsten die mir so im Kopf herum schwirren. Vielleicht kannst du mir da helfen. Danke vorweg.. LG Nicole

Feb 11, 2017 1:05 PM

Hallo Nicole ! Bei mir sitzt die Pumpe an der linken Körperseite etwas höher als der Bauchnabel. Sie hat ein Volumen von 20 ml und etwa die Größe und auch Stärke einer Zigarettenschachtel. Ich denke, dass sie etwa 3 cm unter der Bauchdecke liegt. Beim hinfanden kann man sie genau spüren, sehen kann man sie nicht. Ist aber bestimmt Figurabhängig. Bei mir waren es zwei Operationen. Zunächst musste der Katheder eingebracht werden (bei mir leider zwischen 4. und 5. Halswirbel. Dann wurde zunächst für 2 Wochen eine externe Pumpe zu Testzwecken betrieben. Nach diesen 2 Wochen wurde dann die Pumpe unter die Bauchdecke operiert. Das ist in der Regel ein ca. 2 stündiger Eingriff, welchen man in Örtlicher- bzw. Vollnarkose machen lassen kann. Da bei mir in den letzten Jahren schon soviel rumoperiert wurde, habe ich mich auch hier für die Vollnarkose entschieden. So, nun hoffe ich, alles beantwortet zu haben ! Sollte etwas fehlen, oder Du neue Fragen haben, frage einfach ! Grüße michael! P.S. Insgesamt solltest Du so etwa 4 - 4 Wochen Klinikaufenthalt einplanen !

Feb 11, 2017 1:34 PM

Da ich mich vor zwei Jahren Gewichtsmäßig halbiert habe, von ca 120 Kg auf 58 Kg bei einer Größe von 180cm, bin ich gerade am Oberbauch sehr schlank und ich habe nicht viel Polster anzubieten. Daher denke ich, wird man die Pumpe bei mir in der Bauchdecke bzw darunter nicht groß verstecken können. Zumal ich 2004 eine Bauchdeckenplastik Operation hatte, die den Oberbauch noch sehr straff hält. Wenn man dann die Pumpe sehen kann, haben Frauen wie ich es bin, denke ich damit ein Problem. Da ich Diabetiker bin und nach vielen Operationen das Problem mit Wundheilungsstörungen hatte, meine Frage wieviel cm lang die Operations-Narben sind. Und nich eine Frage: wie wird die Pumpe aufgefüllt, denn irgendwann wird sie ja mal leer sein. Ansonsten vielen Dank für deine Bemühungen mir meine Frsgen zu beantworten. Wünsche dir ein schönes schmerzarmes Wochenende. Lg Nicole

Feb 14, 2017 10:34 AM

Hallo Nicole ! Zur Einführung des Katheders in den Nervenwasserkanal wird bei Dir vermutlich ein Stich reichen, hier wird es keine Narbe geben. Das war bei mir ein Sonderfall, da man den Katheder bei mir auf Höhe der Halswirbelsäule einbringen musste. Die Narbe für die OP der Pumpe wird ca. 5 cm lang sein. Wenn Dir die Pumpe hilft, wirst Du sicher glücklich darüber hinwegsehen, dass man diese vielleicht leicht sieht. Viel wird man sicher nicht davon sehen. Glaube mir. Die Pumpe besitzt eine Membran, über welche sie aufgefüllt wird. Das musst Du Dir dann wie eine Punktion, mit einer etwas dickeren Nadel vorstellen. Ist aber nicht schlimm. Wenn man möchte, gibt es aber vorher auch eine kleine Lokalanästhesie. Liebe Grüße michael

Feb 14, 2017 9:31 PM

Ok das hört sich ja ganz ok an. Das würde ich wohl durchstehen. Ich danke dir für diese vielen hilfreichen Infos und für die Ausführlichkeit. LG Nicole

Feb 19, 2017 3:41 AM

Gerne ! Halte mich bitte mit Deinen Erfahrungen auf dem Laufenden, falls Du Dich für die Pumpe entscheidest. Grüße michl

Feb 19, 2017 6:00 AM

Michael werde dich auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Hast mir mit deinen Erklärungen sehr geholfen. Ich danke dir. LG Nicole

Feb 20, 2017 8:42 AM

Hallo , ich habe meine Schmerzpumpe seit bald 9 Jahren.trotz einigen Komplikationen , werde und würde ich mich immer wieder für diese entscheiden. Habe schon die zweite.
Da die Medikamente direkt in Spinalkanal gelangen , ist die Dosis nicht ganz so hoch .Sicher gibt es nicht so gute und müde Tage , aber ich bin viel klarer im Kopf , als mit Tabletten , Pflaster und Tropfen.
Für mich hat es Lebensqualität gegeben, bin nicht schmerzfrei.
Es gäbe noch viel zu erzählen.
Gerne melden für weitere Fragen.
Steht schon ein Termin fest?
Drücke dir die Daumen
Lg Betti

Feb 20, 2017 12:30 PM

Es ist super wie ihr versucht mir mit euren Erfahrungen zu helfen. Nein es gibt noch keinen Termin. Das Ganze sind meine anfänglichen Überlegungen, da ich nach fast 9 Jahren mit Fentanyl Pflaster seit geraumer Zeit auf der Stelle trete. Pflasterstärke 150 μg und trotzdem Schmerzskala zw 8-9. Dazu heftige Magenprobleme die mir eine größere Medikamenteneinnahme über den oralen Weg unmöglich machen. Morphiumtropfen und Novalgintropfen plus diverse Herz bzw Blutdruckmedikamente nehme ich ja schon oral ein. Da mir aber eine Nahrungsaufnahme schon sehr schwer fällt und ich wohl mit aus dem Grund über 60 kg abgenommen habe und jetzt nur noch 58 Kg wiege bei 180cm Korpergröße, muss auf Dauer etwas passieren. Ich werde dafur noch ein paar spezielle Gespräche mit meinem Schmerztherapeuten benötigen und dann mit ihm zusammen eine Lösung finden. Aber euch allen herzlichen Dank für eure Hilfe. LG Nicole

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