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Frische Diagnose Fibromyalgie. Wie geht's weiter?

Dec 18, 2015 2:15 PM

Hallo in die Runde,
ich hab vor einer Woche die Diagnose Fibromyalgie bekommen.
Wie viele hier habe ich so einiges an Ärzten und Verdachtsdiagnosen hinter mir. Und nun weiß ich was mit mir nicht stimmt und mein Leben immer schwerer werden lässt.
Aber wie geht es nun weiter? Ich bin vollkommen überfordert.
Die Ärzte in der Klinik vertrösten mich aufs Neue Jahr, jetzt passiert eh nichts mehr. :(
Aber ich habe 1000 Fragen.
Ich bin erst 28, habe eine kleine Tochter und gerade einen neuen Job angefangen in einem nicht unbedingt idealen Beruf für diese Diagnose (ich bin Erzieherin in der Kinderkrippe)
Ich mache mir große Sorgen wie die Zukunft wird. Schließlich ist das nun unser ewiger Wegbegleiter. Was kann ich tun um es mir und meiner Familie zu erleichtern? Was muss ich meinem Arbeitgeber mitteilen, was wenn ich irgendwann mal nicht mehr arbeiten kann?
Im Augenblick stresst mich die Diagnose so sehr, dass ich direkt in den nächsten heftigen Schub gerasselt bin und zur Zeit gar nicht mehr weiß wo oben und unten ist.
Gibt es hier ein paar erfahrene Fibromyalgie Patienten die mir Mut machen können? Oder mir sagen können, was jetzt wichtig ist?!
Liebe Grüße beja

Dec 19, 2015 10:55 AM

Lass dich nicht entmutigen. Diese Krankheit verläuft nicht tödlich. Das ist mal das Wichtigste. Sie ist sehr stressanfällig und beeinflussbar durch Stress. Also Sorgen, Ängste sind nocht grad das hündtigste. Sich dir eins Selbsthilfegruppe, gibts meist in der Nähe (findest im Internet im google)
Ich würde mich dann moch erkundigen wo es Spezialisten für die Krankheit gibt und mir dort mal eine Beratung geben lassen, auch wenn du zahlen musst. Die Suche nach Ärzten, die sich da wirklich Ahnung haben, kann sehr frustierend sein. Nicht der Diagnose eines einzigen Arztes vertrauen. Immer Zweitmeinungen einholen.
Und wie gesagt, gür Nerven und Seele was tun. Entspannungstraining, psychotherapie, meditation, was immer dir gut tut. Diesen Teil musst du selbst erforschen, da lümmern sich Ärzte meist gar nicht. Das ist eine Herausforderung an dich um dran zu lernen. Was immrr das musst du selbst rausfinden. Du schaffst das. Ich selbst bin mit einer Tumorerkrankung ersorgt, seit 21 Jahren, wird enger in der letzten Zeit, seit diesem Jahr in IV Pension. Aber das hast du nicht, Gott sei Dank
Alles Liebe und Gute. Heilung kann immer stattfinden, egal was Ärzte sagen. Versuche die Dinge die sich nicht ändern lassen anzunehmen, dann wird es dir auch in der Krankheit gutgehen. Höre gut auf Deinen Körper wenn er fir eh schon dolche Signale gibt. Lass dich beraten wie du das mit feiner Firma handhaben sollst. Du hast alle Zeit der Welt, brauchst nichts überstürzen
Alles Gute Werner

Dec 19, 2015 10:57 AM

Sorry, mein iphone schreibt immer was es will, nicht was ich eintippe 😄😄

Dec 19, 2015 12:22 PM

Hallo Werner, danke für deine Worte. Ich denke auch ich sollte nun keinesfalls in Panik verfallen. Heute geht es mir auch schon besser und ich kann ein wenig geordneter die Sache angehen.
Ich versuche mich jetzt auf meinen Urlaub und die Weihnachtszeit zu freuen.
Die wünsche ich alles Gute und das du deine positive Art (die ich aus deinem Text lese) beibehälst, das ist ein hohes Gut wenn man so ein Schicksal tragen muss.
Liebe Grüße beja

Dec 22, 2015 2:38 AM

Hallo beja. Mir ging es besser als ich die Diagnose hatte. Habe mir stark vorgenommen, nicht so viel Tabl zu nehmen. Sie machen nur meine Leber kaputt aber schmerzte bin ich davon nicht. Lass dich nicht entmutigen. Versuche eine leichte sportliche Tätigkeit. Bewegung lindert den Schmerz. Such dir einen "guten" Schmerzarzt. Mit deiner Arbeit in deinem Beruf ist es nicht einfach. Ich brauche zwischendurch immer Ruhepausen. Das hilft auch. Die Krankheit kann sehr schmerzhaft sein aber sie bedeutet nicht das Ende. Wenn möglich Autogaines Training oder Yoga ist auch sehr gut. Ich leite eine Selbsthilfegruppe. Kann auch helfen. Mach dich schlau und setze dich nicht unter Druck.Du schaffst das.☺

Dec 22, 2015 11:59 AM

Hallo, Entspannungstherapien Reiki, Qi Gong, PME, Autog. Training, Entspannungsschwimmen aber auch Aquagymnastik und positive Affirmationen helfen mir ganz gut.
Richtig gut hilft aber Yinyoga und Vojta-Therapie. Nimmt einiges von meinen Schmerzen und sorgt für erheblich bessere Bewegung. Bei mir zahlt die Bg, da ich ein Arbeitsunfall hatte, bevor es zu chronischen Schmerzen kam und daraus Fibromyalgie wurde. Ende 2013 war der Unfall und Beginn 2015 die Diagnose. Die Entspannungstherapien hatte ich bei der Schmerztherapie und anschließenden Reha erlernt. Ich habe täglich mit vielen Menschen zu tun, überwiegend Leute mit schlechten Deutschkenntnissen und kann das alles nur schaffen, weil ich alles von den bereits aufgezählten Therapien konsequent durchziehe. Zwischendurch gehe ich auch für 1-2 Minuten an die frische Luft, schaue zum Himmel, achte auf eine gute ausgedehnte Atmung und sage zu mir, ich bin entspannt und ich tanke Energie, mich ärgert nichts, weil ich entspannt bin. Hilft mit ganz doll, freundlich weiter zu arbeiten und wie neu zu beginnen. Ich bin aber auch deutlich sensibler geworden als früher und das merken die Kunden auch. Wurde mir aber nicht nachteilig, eher im Gegenteil.

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