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man sieht ja nichts

Nov 01, 2014 1:50 PM

vor kurzem im Krankenhaus, eingewiesen mit Schmerzattacken als Ganzkörperschmerzpatient, erlebt: Ärztin: "Bitte geben sie ihren Schmerz auf einer Skala von 1 bis 10 an". Patient: "wie soll ich das kumuliert ausdrücken? An den unteren Gliedmaßen ist es ca. 6 bis 7, Rücken- und Schulterbereich ca. 8 bis 9, Brustbereich ca. 6, und sonst zwischen 4 bis 7". Ärztin: "ich glaube Ihnen ihre Schmerzangabe nicht, man sieht ja auch nichts". Diagnose vor Jahren: schwere Polyneuropathie, Arthrose, Osteoporose, schwere Knochenbrüche mit Spätfolgen, chron. Gastritis und Bronchitis usw., Schmerzmittel wie Novalgin oder Parazetamol haben die Wirkung wie Tic-Tac, und Temgesic hilft gerade mal so...
Es ist die Ungläubigkeit, die mich manchmal verzweifeln läßt, ob mir meine Schmerzen geglaubt werden.
Wenn ich ich nicht ständig positive Kopfarbeit leisten würde, und immaterielle Werkzeuge an der Hand hätte, um dieser Intoleranz zu begegnen, wäre ich längst über den Jordan gegangen.

Nov 01, 2014 5:10 PM

Du warst in meinem Krankenhaus. Bei meiner Stationsärztin. Mir hat sie noch die Erschleichung einer Chefarzt-Behandlung vorgeworfen. Ich bin kein Arzt. Aber wenn Paracetamol nicht hilft, dafür aber Temgesic ein wenig, sollte man die Ursache da suchen wo dieses Mittel wirkt: bei den Nerven. Temgesic ist ja ein Opiat. Wo wirkt Opium?...
Bei meiner FMS verordnet man auch oft Psychopharmaka in schwachen Dosen. Zum Glück komme ich noch ohne aus. Alles Gute Mifka

Nov 02, 2014 4:02 AM

Ich kenne das. Auch ich bin Chronischer Schmerzpatient. Habe schon viele Anläufe bei Ärzten hinter mir. Zu letzt einen Termin
bei einem Schmerztherapeut. Den hätte ich mir sparen können. Naja, das von Dir angegebene Verhalten der Ärztin ist eigentlich in der Unfähigkeit oder Ignoranz der selben zu suchen. Derartigen Ärzten dreht man (für immer) den Rücken zu und gibt eine entsprechende Beurteilung im Internat ab.
Ich habe einen Hausarzt, der mir zugehört und mich dann entsprechend behandelt hat. Ich bin zwar nicht Schmerzfrei, aber ich kann so meinen Alltag und meine Arbeit bewältigen.
Ich war das letzte Jahr zwei mal als Notfallpatient im Krankenhaus und wurde auf Verdacht auf Herzinfarkt (hatte schon einen und weiss, wie es sich anfühlt) behandelt. Obwohl ich denen gesagt habe, das es kein Herzinfarkt sein kann. Ich habe dann eine Woche mit Würzburger im Bett gelegen und wurde dann entlassen - natürlich als geheilt und angeblich schmerzfrei. Wie die darauf gekommen sind verstehe weder ich noch mein Hausarzt. Im Krankenhaus wurden viele Untersuchungen gemacht (CT, MRT, Ultraschall der inneren Organe etc.) Ausser einen weiteren Bandscheibenvorfall (jetzt habe ich sechs stück) wurde angeblich nichts gefunden.
Nach einer weiteren Schmerzkolik stellte mein Hausarzt fest, das ich Gallensteine habe (die Galle war randvoll). Diese wurde mir vor sechs Wochen entnommen. Seit dem geht es mir besser. Jetzt habe ich nur noch die Schmerzen im Rücken, in den Schultern (beide operiert) und in den Knien (Arthrose 4. Grades). Jedoch frage ich mich, warum diese Quälerei im Krankenhaus. Die hätten die Gallensteine sehen müssen....
Soviel zur Kompetenz unserer Halbgötter in Weiss!
Daher mein Rat. Wenn Ärzte versuchen einem ein schlechtes Gewissen zu machen, oder einen nicht glauben, liegt das an der Motivation oder fehlenden Professionalität derer. Wenn man das merkt, aufstehen und gehen und nie wieder dort hin.
So mache ich das seit Jahren und fahre damit gut.
Alles gute... Thommes

Nov 02, 2014 1:20 PM

Hi, ich kehre nicht alle Ärzte über einen Kamm. Bei meiner Odysee habe ich auch kompetente Ärzte kennengelernt, die zuhören, Verständnis und Wertschätzung zeigen.
Ich mache auch nicht den Fehler, mich durch solch überflüssigen unqualifizierten Quatsch runterziehen zu lassen.
Letztens erst hatte ich eine Schmerztherapie, wo sich der Arzt anschließend auf mein Bett saß (er hatte vorher gefragt), und sich lange mit mir unterhalten hat. Das war keine Rederei, sondern er hatte etwas zu sagen.
Ich habe bei meinen Schilderungen nicht alles aufgezählt, aber dazu kommen noch z.B. chr. Bronchitis und vor kurzem zusätzlich eine Lungenentzündung.
Ich lasse mir schon lange kein "schlechtes Gewissen" mehr einreden, und zu solchen Sprüchen, wie "im Gegensatz zu anderen sind sie ein Hürdenläufer" pelle ich mir sämtliche Eier der nordnördlichen Hemisphäre!
Gallensteine und eine Bauchspeichldrüsenentzündung krönen noch alles bis vor einiger Zeit. Wie will das jemand nachvollziehen, der das nicht selbst erlebt hat?
Meine Devise zu Ärzten: helfen kann ich mir nur selbst, die Weißkittel können nur unterstützen.
Für mich ist wichtig, nicht zu leiden, radikale Akzeptanz zu leben, Achtsamkeit gegenüber mich selbst, sowie die eigene Wertschätzung - also ständige positive Kopfarbeit.
Auch den bisherigen Schreibern alles, alles Gute!

Nov 18, 2014 2:45 PM

Hallo zusammen, ich glaube, wir müssen vor allem an uns selbst glauben. Eine Hausärztin sagte mir, ich bräuchte keine Schmerzmittel, ich hätte ja keinen Krebs. - Ah!
Seltsamerweise rechnete sie mich dennoch als Schmerzpatient ab, - "Patientenquittung" sei Dank, ist das ja nun kein Geheimnis mehr. Sie hatte einen Patienten weniger und eine ausführliche Bewertung mehr im Netz.
Nach 5 OPs und einer Versteifung an derselben Bandscheibe bin ich seit über 2 Jahren Schmerzpatient.
Aber ich habe Glück: in Köln gibt es im Süden in der Ringstraße Dr. Strick. Schmerztherapeut. Saugut...!!
Wir haben sehr viel probiert, er hat auch weiterführende Ideen, akzeptiert aber meine Meinung - und mein Nein zu manchen Sachen. Ich kann Vollzeit arbeiten und ein halbwegs normales Privatleben führen und sage deshalb:
Immer, immer hoch den Kopf!! Taugt ein Arzt nichts: wechseln! Es geht immer weiter, zumindest mit der richtigen Hilfe. Und die gibt es... Auch die Chemie, die ich jeden Tag in Mengen in mich reinstopfe, macht (vielleicht) abhängig, - ja und? Wenn ich damit leben kann, ist es doch gut so.
Liebe Leute: hofft & sucht weiter, wenn ihr noch nicht den/die richtigen gefunden habt. Es muss nicht schlechter werden, - es kann auch gut bergauf gehen. Wollt es!!

Grüße aus Köln!!
Ole

Nov 21, 2014 12:22 PM

Hallo Leute, ja ich kann euch nur zustimmen. Wir sind alle mündige Bürger und letztendlich geht es um unser Leben. Daher hilft alles nix wenn nix hilft .... lach ... nee ich habe auch lernen müssen immer was zu nehmen und es nicht ertragen zu wollen bis ich es nicht mehr aushalte. Man sieht die Schmerzen eben nicht, aber sie machen einem das Leben zur Hölle. Ich nehme nun auch regelmäßig Schmerzmittel .... könnte wohl jeder ein Buch hier schreiben drüber ... und kann damit Leben. Ich habe eben lernen müssen flexibel mit den Beschwerden und der Einnahme umzugehen. Akzeptanz ist wichtig und Reaktion auf die Signale die unser Körper leider all zu oft mit Schmerzen sendet. Weiß noch nicht so recht, ob dieses Tool hier was bringt, außer, dass man doch einige Zeit damit verbringt.

Gruß Andreas aus dem Saarland .... wie kann man den Usernamen hier wieder ändern? Das Tool hat mich überrumpelt.

Nov 22, 2014 2:25 AM

Ich glaube, den Usernamen kann man selbst nicht ändern. Bestenfalls der Support.

Mich stört aber viel mehr, dass das Icon den aktuellen Schmerzstatus übernimmt und veröffentlicht. Der Support kann angeblich (noch) nichts dagegen tun. - Wie kann man sowas programmieren?! 😡

Nov 26, 2014 9:00 AM

Hallo dein Schmerzstatus sieht ja genauso aus wie bei mir. Habe auch oft bei meinen Rheumaarzt das Gefühl nicht für voll genommen zu werden. Da die Diagnose nicht von ihm kam, sondern vom KKH kann sie seiner Meinung nach nicht stimmen. Behandelt mich aber dann trotzdem mit Prednisolon. Leider gibts hier nur so wenige Ärzte die sich mit Kollagenosen auskennen.Halte aber trotzdem den Kopf hoch und versuche alle meine Dinge selbst zu erledigen.

Nov 28, 2014 12:25 AM

Was mich wütend macht, ist wirklich der Satz " man sieht ja nichts" schlimm finde ich es vor allem, wenn die ak,sigkeit u das unverständnis von Menschen kommt, die es eigentlich besser wissen müssten. Ärzte, Physiotherapeuten. ... ich bin selbst Physiotherapeut u erlebe, Ignoranz u müdes belächelt werden der Praxis. Fehle ich,weil wirklich gar nichts geht, werde ich mit nichtbeachtung u lästerattacken bestraft. Ein physio der mich behandeln soll, hat mir fibro abgesprochen u gemeint, dass ich es im kopf habe. Er würde den test machen u ich würde sehen, das es ein Fehldiagnose sei u alles Einbildung. Natürlich war ich da zum letzten Mal.
Wie vorher schon mehrfach erwähnt, darf man den Glauben u die Achtsamkeit für sich selbst nicht verlieren. Und natürlich den Kampfgeist, sowie die Hoffnung darauf, auch mal auf jemanden kompetenten zu Treffen.

Nov 28, 2014 5:29 AM

Hallo, auf meiner "Schmerzreise" habe ich nun heute seit Jahren etwas sehr schönes erfahren: ich befinde mich seit einer Woche in der Schmerztherapie Großburgwedel. Dort bekomme ich u.a. Infusionen, als Mittel lidocain. Dieses hat bewirkt, das ich von seit Jahren ständig Schmerzstufe 6 bis 7 auf weniger als 3 runter bin. Ich kann so gut wie schmerzfrei gehen und mich bewegen. Die Nebenwirkung ist zwar heftig (starke Benommenheit, leichter Schwindel), aber das ist für mich nebensächlich... Ich bin happy!

Nov 29, 2014 3:12 PM

Hallo donnawetta das freut mich wir sind ja zusammen in der Klinik und haben das selbe als Krankheit mir geht es leider nichtso gut bei mir kommt ja noch was schlimmeres da zu du weisst ja was es ist ich hoffe sehr das es bei dir so gut bleibt wie es ist Gruß Pitti

Nov 30, 2014 11:36 PM

Hallo zusammen, was wird in der "Schmerz-Reha" eigentlich gemacht, was ist das Ziel? Geht's da um Neueinstellung oder um Entzug?
Ich bin seit 3 Jahren in ambulanter Schmerztherapie, muss aber mal wieder wechseln. Die Pillen tun's nicht mehr so recht. Zeit für'ne Reha hab ich nicht, muss ambulant gehen...

Dec 01, 2014 2:47 AM

Hi, es ist keine Reha. Es ist eine Thearapie mit individuellen Zielen, denn es sind unterschiedliche Therapien. Es gibt Ganzkörperschmerzpatienten, Patienten mit lokalen Schmerzherden usw. Die Therapie ist darauf ausgerichtet, das Patienten schmerzfreier werden. Das Angebot umfasst u.a. Gymnastik, Fango, Massagen, Entspannungssitzungen, Psychologische Betreuung sowie Einstellung der Medikamente, u.a. auch mit Infusionen. Es wird auch Entzug angeboten.
Die Klinik hat eine Abteilung für Schmerztherapie, und es ist einiges im Internet nachzulesen. Einfach mal "Gurgeln" nach Krankenhaus Großburgwedel, und dort die Schmerztherapie sichen, wo eine PDF-Datei angeboten wird für weitere Infos.
Lg

Dec 01, 2014 10:27 AM

Hallo Donnawetta, danke für die Infos. Meine Frage bezog sich eher allgemein auf die stationäre Variante. Ich bin (Gottseidank) in schmerztherapeutischer Behandlung, nachdem die Einstiegshürden zwar recht hoch waren - infolge meiner Aussagen auf dem 20seitigen Fragebogen gab's aber keine weiteren Verzögerungen...
Nun, meine ich, muß ich mal wieder umstellen, und das dürfte bei meinem beruflichen Stress derzeit nur stationär gehen. Mal sehen... Zeit hab ich bis Nov. 2014 erst mal keine.
Viele Grüße, Olaf

Dec 02, 2014 12:41 AM

Hi Olaf, ich hatte doch die allgemeinen Fragen mit Beispielen bei einer stationären Behandlung geschildert. Was gibt es, was Du sonst wissen möchtest? Zudem: auf der Homepage stehen weitere Infos, bzw. nutze den Flyer (als PDF angeboten).
Was hier in Großburgwedel in der Therapie allgemein als positiv empfunden wird: alle sind ausgebildet für Schmerzpatienten, was sich dadurch ausdrückt, das Verständnis, Wertschätzung und Anerkennung den Patienten gegenüber praktiziert wird.
Lg

Dec 02, 2014 1:26 AM

Guten Morgen,
Entschuldigung das ich hier eben dazwischenschreibe :)...
Ich habe jetzt zwei stat. Schmerztherapien 2013/2014) hinter mir, und kann sagen das Wertschätzung, für voll genommen werden so EXTREME wichtig ist. Dieses Gott sei Dank war dies im Johannisbad in Bad Füssing bei mir durch meine Ärztin, ihren Urlaubsvertreter, sowie der Psychotherapeuten wirklich zu 100% gegeben.
War dieses Jahr Dank RV auch auf Reha (trotz Einspruch, auf der Orthopädie), mit dem Erfolg für psychisch vom ersten Treffen mit Stations- & Oberarzt abgestempelt worden zu sein.
Am Tag der Entlassung wurde sofort die Akuteinweisung beantragt vom HA (der Chefarzt war Schmerztherapeut, und nahm nach 1,5 Wochen mich zu sich - HALLELUJA-, aber da ich nicht nie wieder in dieses Haus wollte, wo ich ja 2013 auf Schmerztherapie war, empfahl er es nur dringends) aber die Zeit davor... HORROR! Und Du kannst nicht abbrechen, und da steht Dr. Drug (stationsarzt) vor Dir und sagt: Ja der Entzündungswert liegt bei 29,1 aber warum nochmal testen, wir wissen doch beide DIR (duzte mich dann auch noch) fehlt garnichts, ist eh nur ein Laborfehler, aber sonst kann ja Dein HA nochmal testen, stimmte?!...
Deshalb find ich immer gut zu lesen das die Wertschätzung, und der Umgang ehrlich und aurichtig Sind, Unverständnis haben wir im Alltag genug. (Aber ehrlich, ich wünsch den Sch... keinem)
LG

Mar 15, 2015 3:41 PM

Ich habe leider immer wieder die Erfahrung gemacht:

Wissen die Ärzte nicht mehr weiter, ist die Psyche die Ursache für die Beschwerden. Basta.

Ich bin über 15 Jahre wegen eindeutiger Schlaganfallbeschwerden von einem Facharzt zum anderen gegangen und bekam oft die Diagnosen: Arbeitsscheu/Faule Sau, Psycho, etc.

Als ich mit Verdacht auf Schlaganfall ins Krankenhaus kam, fragte mich der Herr, der mit mir hinten im Krankenwagen war, was ich für Beschwerden hätte. Als ich sie gesagt hatte, fragte er "Sind Sie Hypochonder?".

Das war an einem Samstag. ich kam auf die Stroke-Unit (Schlaganfall-Notfallstation). Am Montag abend hatte ich MRT, und am nächsten Tag eine Diagnose, die all meine Beschwerden erklärte - Moyamoya.

Moyamoya ist eine sehr seltene Erkrankung, bei der beide Halsschagadern dicht sind und dazu noch 4 Hautpschlagadern im Gehirn sowie deren Nebengefäße dicht/nicht vorhanden sind.

Inwischen lebe ich schon über 10 Jahre mit Moyamoya. Hinzugekommen sind 4 Bandscheibenvorfälle, 2 künstliche Kniegelenke, usw....

Mar 15, 2015 6:16 PM

Hallo Donnawetta, Sie haben die Schmerztherapie gemacht mit Lidocain. Ich hätte da paar Fragen: wie stark sind die Nebenwirkungen auf einer Skala von 1-10. ...10 stärkste Nebenwirkung?
Nachdem die Infusion durch war,wie llange hielten die Nebenwirkungen an?
Es ist wichtig für mich dies zu erfahren, ich soll die Therapie such machen aber ich muss mit eigenem Auto fahren weil ich niemanden habe. Stationär geht auch nicht wegen meiner Tochter. Bin etwas verzweifelt, mein Schmerztherapeut dagte ich könnte ein halbes Jahr schmerfrei sein und das wäre toll.

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