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Mein Weg zur Diagnose

Feb 18, 2017 3:53 PM

Seit Jahren habe ich aus unerklärlichen Gründen Gelenkschmerzen! Ich bin von Orthopäde zu Orthopäde gerannt und niemand konnte mir helfen. Immer wieder bekam ich zu hören:"du bist noch so jung du kannst nicht so viele Schmerzen haben!" oder "du musst einfach nur abnehmen!" ( Ich bin 19 Jahre alt, habe eine Sportliche Figur und mache 3 mal die Woche 1 Std Sport in Form von Rennrad fahren)
2012 wurde bei mir eine Schnappende Hüfte diagnostiziert, dass heißt meine Sehne in der Hüfte ist zu kurz und reizt somit den Schleimbeutel. Die Schmerzen und Probleme traten Schubweise auf, vorzugsweise im Herbst und Winter. Jedes mal bin ich zum Arzt und habe eine Cortisonspritze ins Gelenk bekommen, dann hatte ich ungefähr ein halbes Jahr Ruhe. Manchmal kamen die Beschwerden auch nach 2 Monaten wieder. Ich hatte dadurch oft unerträgliche Schmerzen und habe oft schon die maximaldosis an Schmerztabletten verordnet bekommen. Zusätzlich war ich auch noch auf Krücken unterwegs um die Reizung im Gelenk zu minimieren. Dies macht sich als Krankenschwester im Krankenhaus echt schlecht, man läuft kränker als mancher Patient durch die Gegend!
Im Laufe der Jahre kamen Probleme im Knie auf beiden Seiten dazu. Dicke geschwollene und überwärmte Knie mit Druckgefühl von innen, so als würden sie platzen sobald ich sie auch nur ein bisschen anwinkel.
Zu den beiden Knie gesellten sich nun auch noch meine Ellenbogen dazu. Die Symptome sind wie im Knie, komplette Bewegungseinschränkung, Schmerzen, Schwellungen, Überwärmungen. Vorzugsweise traten die Schmerzen morgens auf, mit kühlen und Tabletten hatte sich das meist wieder. Auch hier wieder schubweises Auftreten.
Zur Zeit sind drei Gelenke (linker Ellenbogen, linkes Knie, linke Hüfte) seit ungefähr 4 Wochen entzündet. Die Vermutung: Bakterien im Gelenk, weil zusätzlich eine dicke Grippe aufgetreten ist. Blutentnahme ergab einen Entzündungswert über 30 und einen erhöhten Ana Wert.
Ein Antibiotikum wurde verordnet, die Grippe verschwand und die Gelenkprobleme blieben.
Zusätzlich habe ich 200mg Tramal über den Tag verteilt bekommen um die Schmerzen zu dämpfen.
Inzwischen wurde eine Cortisontherapie angesetzt. Zuerst 75mg und von da an ausschleichend runter bis auf 0mg. Es trat endlich eine Wirkung ein, ich konnte meine Gelenke wieder bewegen und die Schmerzen waren so gut wie weg.
Jetzt bin ich eigentlich bei 12,5 mg Cortison angekommen und die Symptome sind sofort wieder aufgetreten, sobald die Cortisondosis unter 25mg gelangt.
Ich soll jetzt einen Termin beim Rheumatologen machen um weitere Untersuchungen zu bekommen.
Ich habe immer noch keine Diagnose für meine Schmerzen...und so langsam bin ich nur noch genervt von meinem Körper. Ständig muss ich auf bestimmte Dinge verzichten, weil ich es körperlich einfach nicht kann. Manchmal zweifel ich auch an meinem Verstand und denke vielleicht sind die Schmerzen auch nur eingebildet, aber die Schwellungen sind ja trotzdem sichtbar und müssen ja eine Ursache haben.
Hat einer von euch vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht? Habt ihr euch besser gefühlt als ihr den Grund für eure Schmerzen kanntet?

Feb 19, 2017 12:59 PM

Hi!
Bei mir sind es zwar nicht die Gelenke, sondern primär die Muskeln die die Probleme bereiten. Ich bin seit inzwischen 3,5 Jahren bei allen möglichen Ärzten, Krankenhäuser und Unikliniken... finden konnte bisher keiner was.
Verdachtsdiagnosen gab es genug. Von MS über Parkinson (wegen starken zittern in den Armen und teilweise auch den Beinen, sowohl einzeln als auch in den verschiedensten Kombinationen), Hirntumor und und und. Bestätigt hat sich nichts davon. Was ein bisschen geholfen hat war, wie bei dir, Prednisolon. Nur wenn es unter einen gewissen Wert fiel gingen die Symptome wieder los.
Mein Hausarzt hat mich jetzt auf 2x 50mg Palexia umgestellt, da alles andere schon nicht mehr hilft...
Den Spruch mit dem abnehmen habe ich Gott sei dank noch nicht oft gehört... aber wenn ihnen nichts mehr einfällt und man weder raucht noch Alkohol trinkt muss es das Essen sein 😇
Dass die Beschwerden vor dem Gewicht aufgetreten sind und man auf Grund derer zunimmt, eben weil man nicht mehr so mobil ist, können oder wollen manche nicht verstehen.
Einfach nicht den Kopf hängen lassen und die Ärzte immer weiter mit Fragen oder möglichen Untersuchungen bombardieren 😄

Feb 21, 2017 12:46 AM

Hallo 16563,
Meine Symptome klingen ähnlich. Ich habe SLE. Aber der Rheumatologe wird es rausbekommen. Mich wundert, dass du erst jetzt zum Rheumatologen geschickt wirst. Ein Doc für innere Medizin hätte wahrscheinlich eher eine Diagnose gestellt. Halte uns mal auf dem Laufenden, was der Rheuma Doc diagnostiziert.
Bis dahin wünsche ich dir schmerzarme Tage.

Feb 24, 2017 2:57 PM

Nächste Woche geht's zur erneuten Blutabnahme, ich halte euch auf dem Laufenden.
Danke, ich wünsche euch auch eine schmerzfreie Zeit!

Feb 28, 2017 1:39 PM

So...Blutabnahme ist gelaufen und die NotfallEinweisung ins Krankenhaus hab ich auch in der Tasche. Morgen früh gehts auf die RheumaStation zur Diagnostik und Schmerzbehandlung.

Ich wünsche euch eine schmerzfreie Zeit

Mar 03, 2017 1:33 AM

Hallöchen aus dem Krankenhaus
Die schmerzen werden mit Ibuprofen, novalmintropfen, oxygesic und dipidolor bekämpft. Diese ganzen Medikamente machen einen ja wahnsinnig. Trotzdem muss ich mir regelmäßig bedarfsmedikation abholen um über den Tag zu kommen. Diagnostisch lief bis jetzt nur mehrere Male Blut und Urin. Sie wollen mich nicht röntgen wegen der strahlen und weil ich noch so jung bin.
Montag wird besprochen ob sie mich nicht in eine rheumatische Fachklinik verlegen um die ganz seltenden Fälle abzuklären. Ich halte euch auf dem Laufenden!

Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende!

Mar 03, 2017 7:24 AM

Ich wünsche dir alles Gute bei der weiteren Diagnostik und dass sie hoffentlich bald was finden. Bei mir ist am Montag so weit und es geht in die Neurologie.

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