Learn from patients with pain similar to yours

CatchMyPain Community and Pain Diary App to manage chronic illness

Odysee in der Welt der Schmerzen

Jul 22, 2015 1:41 AM

Hallo zusammen. Mein Name ist Michael, komme aus dem Bayerischen Wald.
Ich bin seit meinem 19 -ten Lebensjahr mit Rheuma geplagt. Hatte auch , bedingt durch schwere körperliche Arbeit, auch immer wieder Probleme mit der Wirbelsäule. Hierbei möchte ich noch bemerken,das ich die Symptome und Schmerzbilder meiner Wehwechen gut unterscheiden kann. Mit zunehmenden Alter wurden die Abstände zwischen den Schmerzattacken immer kürzer und dementsprechend die Behandlung immer aufwendiger. Mit 56 Jahren bin ich an einen Punkt angelangt, an dem ich keine wirklich positive Einstellung mehr im Hinblick auf meine Zukunft sehe. Kurz vor Weihnachten 2014 bekam ich wieder. Probleme mit der Wirbelsäule. Dann das übliche Prozedere. Hausarzt= Spritze, dann nochmal und nochmal und nochmal bis schließlich am 15 Januar nur mehr der Weg in die Notaufnahme eines Krankenhauses übrig blieb. Dann MRT, CT , Ultraschalluntersuchung und soweiter. Alles " Top ". Weiter ging es mit Infusionslösungen, Tabletten und so weiter. Dann OP, nach dem Aufwachen wie neu geboren. Anschließend 5 Wochen Reha ,alles bestens. Dann, in der dritten Märzwoche, der rückschlag. Die Schmerzen kamen mit aller Macht wieder. Alles von vorne. Enttäuscht musste ich feststellen , das sich kein Arzt so richtig Mühe gab. Letztendlich stellte sich heraus , das das an unserem Gesundheidssystem liegt. Schließlich, nach vielen Stunden in verschiedenen Arztpraxen, vielen Schmerzmitteln und warten auf Termine, Einweisung eine Fachklink zur Schmerztherapie. Hat leider nichts gebracht. Eher das Gegenteil. Nochmehr Schmerzen und wieder unser Gesundheitssystem,
12 Tage werden von der Krankenkasse bezahlt, dann Ende. Nun steh ich wieder hier und weis nicht weiter. Mein Hausarzt gibt sich große Mühe , meine Schmerzen in den Griff zu kriegen, aber die ganze Zeit " Hei " und betäubt zu sein kann auch nicht die Lösung sein.

Jul 23, 2015 3:06 AM

Hallo,

ganz so schlimm ist es bei mir (noch) nicht! Ich habe an der HWS und LWS je 3 Spinalkanalverengungen (Verschleiß der Wirbelkörper, sodass die Bandscheiben auf das Rückenmark drücken). Ein Nerv in der LWS ist dauerhaft eingeklemmt.

Eine Wirbelsäulen-Fachklink will mir die LWS komplett versteifen. Was eine 10-12 stündige OP in Vollnarkose zur Folge hätte. Da bei mir beide Halsschlagadern dicht sind und im Gehirn 4 Hauptschlagadern nicht vorhanden sind, ist die Schlaganfallgefahr bei solch einer OP SEHR STARK erhöht.

Ich bin dank Marcumar (=Blutverdünnungsmittel) im Alltag sehr gut eingestellt, sodass ich seit mehreren Jahren keinerlei TIAs (=vorübergehend andauernde Schlaganfälle) und keine Schlaganfälle mehr habe.

Wärhend der ersten "Künstlichen-Kniegelenks-OP) mit Spinalkanal-Betäubung hatte ich einen leichten Schlaganfall. Während der 2. OP Vorhofflimmern, welches ich immer wieder anfallsweise habe. Sobald das Vorhofflimmern länger anhält, besteht die Gefahr, dass sich Blutgerinsel bilden.

Ich nehme täglich 30-50 mg Oxycodon, 1g Naproxen sowie 2 x 100 mg Lyrica (Gegen Nervenschmerzen), Ortoton (Zur Muskelentspannung) und Doxepin (Psychofarmaka, welches mich gezielt müde macht, damit ich schlafen kann) ein.

Ich trage immer eine Lendenwirbelsäulen-Stütze. Beim Autofahren eine Cervikalstütze (=Halskrause). Meine HWS steht inzwischen dauerhaft in "Schon-Streckhaltung".

Da ich wegen Moyamoya (=Schlaganfallkrankheit) bereits seit 10 Jahren Frührentner bin, brauche ich nicht mehr arbeiten. Dennoch schaffe ich es nicht, meinen Haushalt ohne Hilfe zu führen.

Vom Amt werden dafür die Kosten NICHT übernommen.

Ich brauche morgens nach dem Aufstehen 90-120 Minuten, bis ich in der Lage bin, das Haus zu verlassen oder aber Hausarbeit zu machen. Ich darf pro Arm nur 1,5 kg heben.

Was ich bis 13 Uhr nicht geschafft habe, bleibt dann an Arbeit liegen.

Von den Ärzten werde ich nur teilweise ernst genommen. Im August habe ich den ersten Termin bei einem Orthopäden, der mich noch nicht kennt. 2 Tage später dann einen ambulanten Termin in einer orthopädischen Klinik. Wenn man bei mir eine Spritzentherapie beginnen möchte, muss ich Marcumar absetzen und dann Heparin spritzen.

Wie Sie sehen, geht es anderen ähnlich wie Ihnen! Ich wünsche ihnen Gute Besserung!

Gut, dass es solch ein Forum, wie dieses und die Schmerzapp gibt.

Es grüßt Sie

Mr Moyamoya

Ready to start relieving your pain?

Join Community