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Schmerzpatientin mit 24

May 03, 2017 3:51 PM

Hallo,
Ich bin 24 und ganz neu hier. Ich hoffe hier auf ein paar Erfahrungen von Anderen zu stoßen die mir weiter helfen.
Zu meiner Geschichte :
Mitte 2012 fingen die Rückenschmerzen im Lendenwirbelbereich an. Zunächst machte ich mir auch keine Gedanken darüber. Zu dieser Zeit war ich in der Ausbildung zur Krankenschwester und habe mir daher gedacht ich hätte mich verhoben. Da die Schmerzen aber einfach nicht besser wurden suchte ich einen Orthopäden auf. Mir wurde zunächst Physiotherapie verordnet, dann Massage und zum Schluss noch Reha-Sport. Da auch die Röntgen-Bilder keine Auffälligkeiten zeigten.
Da das alles aber nicht half, lief ich von Arzt zu Arzt, holte mir immer wieder Verordnungen für Physiotherapie und Massage ab und durfte mir bei jedem Arzt anhören 'Sie arbeiten nunmal in der Pflege. Da sind Rückenschmerzen normal.' Ich fing allmählich an, an mir selbst zu zweifeln.
So ging es weiter bis Anfang 2015. Ich wechselte erneut den Arzt. Anfangs begann es wieder mit dem üblichen Procedere: Physiotherapie, Massage, Reha-Sport... Doch als es wie immer nichts brachte wurde nun auch endlich mal ein MRT gemacht (fast 2 Jahre nachdem die Schmerzen begonnen hatten). Inzwischen kamen nämlich zu D
den Rückenschmerzen auch noch Empfindungsstörungen in den Beinen dazu.
Und es stellte sich heraus, dass ich einen Nerven -Tumor im Spinalkanal hatte. Direkt stand fest, dass dieser operativ entfernt werden muss. Im Februar 2016 ließ ich mir also den Tumor (der zum Glück gutartig war) entfernen und dachte das wäre es jetzt gewesen. Nach 1 Woche Krankenhausaufenthalt wurde ich nach Hause entlassen mit den Worten 'Es ist alles gut verlaufen. Sie machen jetzt noch eine Reha und dann sind Sie wieder voll belastbar.'
Aber nach der Reha war ich keineswegs voll belastbar. Meine Schmerzen wurden immer schlimmer. Noch schlimmer als vor der OP. Es wurden Kontroll- MRT's gemacht aber alles sah gut aus. Die Schmerzen schienen von der entstandenen Narbe zu kommen, die auf einen Nerv drückt. Ich wurde mit Tabletten eingestellt. Aber nichts half. Die Schmerzen wurden immer schlimmer.
Inzwischen ist die OP über ein Jahr her und ich habe alles mögliche ausprobiert. Über verschiedenste Medikamente, Muskelaufbau, Nervenbetäubung, Nervenverödung und und und. Die nächste und letzte Möglichkeit ist jetzt ein Schmerzschrittmacher. Wovor ich mich allerdings noch weigere.

Ich arbeite jetzt zwar seit einigen Monaten wieder, aber als 'Stationssekretärin' denn an ein zurück in die Pflege ist nicht zu denken.
Ich komme mit der Situation überhaupt nicht klar.
Oft liege ich nach der Arbeit den ganzen Nachmittag zuhause auf dem Sofa weil ich solche Schmerzen habe. Ich habe schon einige Freunde verloren weil ich fast nichts mehr unternehmen kann.

Es wäre einfach schön mal Leute in meinem Alter kennen zu lernen, die vielleicht ähnliche Probleme haben.
Oder überhaupt von anderen zu hören wie Sie damit umgehen wenn man nichts machen kann aber so viel machen möchte.

May 03, 2017 5:00 PM

Hallo Mollyhuhn, herzlich Willkommen bei uns Schmerzhasies
Dieses lange nicht einsehen dass auch ein relativ junger Mensch auch Beschwerden haben kann kenne ich... auch wenn meine Krankengeschichte anders gelagert ist ( ich habe die Vorstufe zum Bechterew -> nicht radiologische Spondyloarthritis) und seit Kind auf Migräne.Das hat mir auch Jahrzehnte keiner abgenommen. Ich bin jetzt 40 und habe auch chronisch Schmerzen, die noch nicht gut mit NSAR Schmerztabletten behandelt werden. Du wirst hier verstanden ...das ist schonmal wichtig!

May 03, 2017 5:59 PM

Hallo liebe Mollyhuhn

Ich bin 30 und seit jahren chronische schmerzpatientin wegen ischiasnervenschmerzen beidseits. Ich kenne nur zu gut die verzweiflung und das gefühl nichts machen zu können was man eigentlich so gerne möchte.
Ich kann dir nur sagen, du bist nicht alleine und wirst hier verstanden. Lg

May 04, 2017 2:45 PM

Hallo Mullyhun
Ich bin zwar nicht in deinem Alter, aber ich hatte auch einen Nerventumor im Rückenmark. Ein sogenates Schwannom unter der Dura im Brustwirbelbereich. Auch erfolgreich operiert und Glück gehabt, dass alles gut gegangen ist. Ebenfalls gutartig. Ich habe kleine Vernarbungen, die ich aber nicht operieren werde. Ich hatte weiterhin Schm. und erst nach zwei Jahren stellte ein Neurologe bei mir neuropathische Schmerzen fest. Ich bekomme neu Lyrika und Targin neben Cybalta. Das Targin bin ich am ausschleichen. Es ist sehr unberechenbar mit den Schmerzen. Es gibt bei mir gute, wie auch schlechte Tage. Ich muss damit leben. Ich arbeite 4 Halbtage und brauche am Nachmittag auch Zeit zum hinlegen.
Bei dir scheint es aber schlimmer zu sein. Das tut mir leid. Weißt du junge Menschen können dein Leiden gar nicht nachvollziehen. Die hatten ja noch nie mal einen Hexenschuss oder so.
Mir hilft das gelernte Meditieren sehr. Es soll auch das Gehirn verändern, was die Schmerzverarbeitung verändert.Auch wende ich anthroposophische Wickel an.
Wünsche dir Kontakt mit Gleichgesinnten in deiner Nähe in deinem Alter.
Ich bin inzwischen 48 und gehöre bald zu den Alten.

Jun 29, 2017 5:06 PM

Hallo Mollyhuhn,
Es tut mir sehr leid für dich aber du bist nicht alleine. Ich kann dir nur eine Selbsthilfegruppe empfehlen und vielleicht noch eine Zweitmeinung einzuholen. Vielleicht kann dir ja ein anderer Arzt weiter helfen.
Ich habe mir auch eine Gruppe gesucht und mitunter weiß ein anderer noch eine andere Methode zur Hilfe und man kann auch mal abschalten und beschäftigt sich nicht immer nur mit den Schmerzen. Du bist noch jung und solltest noch nicht aufgeben. Alles gute und eine schmerzarme gute Nacht. 🐝

Jul 19, 2017 12:14 AM

Hallo Mollyhuhn als ich deine Überschrift gesehen habe musste ich deinen Beitrag lesen und kommentieren. Ich bin 27 und habe auch seit 2012 rückenprobleme. Am Anfang waren es nur normale Schmerzen die ein paar Tage andauerten und wieder verschwanden. 2014 bakam ich missempfindungen und eines Tages rutschte mein rechtes Bein, als ich auf der bettkante saß auf den Boden von da an hatte ich ein Schwächegefühl auf dem rechten Bein welches ein halbes Jahr lang mein ständiger Begleiter war und ich auf Stützkrüken angewiesen war. Nach einem Aufenthalt in der neurologie wegen Verdacht auf multiple Sklerose wurde ich ohne Diagnose entlassen und mir geraten mich an eine psychosomatische Klinik zu wenden. Am Anfang weigerte ich mich. Begann nach unzähligen anderen Visiten eine aufwendige Physiotherapie auf Grund der Diagnose einer gangstörung ausgelöst durch Schmerzen von zwei Bandscheibenvorfällen., welche im Krankenhaus als natürliche Abnutzungserscheinungen abgetan wurden. Aufgrund von 2 traumatischen Ereignissen beschloss ich dennoch eine psychotherapie zu machen. Danach ging es mir für ein halbes Jahr besser begann dann aber wieder plötzlich aber ohne missempfindungen. Wieder Physiotherapie und arztbesuche. Da die Physiotherapie diesesmal nicht anschlug wurden neue Bilder gemacht. Meine Ärztin erkannte wieder dieselben Bandscheibenvorfälle und empfahl mir dringendst eine operative Lösung. Nach mehreren Beratungen habe ich jetzt eine bewegliche stütze an der lws und mein rechtes Bein hat keine Probleme doch seit der OP im Dezember 2015 habe ich starke Schmerzen in der linken Hüfte und im gesamten linken Bein. Trotz Physiotherapie konnte ich ein Jahr später keine 10 Minuten stehen ohne mich vor Schmerzen zu kümmern. Ich wurde vor kurzen auf tramadol eingestellt und kann mich wieder an den meisten Tagen bewegen auch wenn ich unglaublich müde und fertig bin. Die arzttermine sind noch nicht seltener geworden da der Verdacht besteht dass eine Schraube links auf den spinalnerv drückt. Wie gehst du mit deinen Schmerzen im Moment um? Ich kenne auch niemanden in meinem Alter mit ähnlichen Problemen.

Jul 24, 2017 2:37 AM

Hallo mollyhuhn ich bin 26 und habe seit 5 Jahren chron. nervenschmerzen krämpfe sowie eine schwere Krankheit hinter mir..bin nach wie vor in Behandlung. Wenn du möchtest können wir uns gerne austauschen. Ich habe auch immer verzweifelt nach gleichaltrigen gesucht..:)lg delia

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