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Schmerztherapie im Rheinland

Dec 01, 2014 3:58 PM

Hallo Gemeinde,
hier schreibt ein 5x an derselben Bandscheibe operierter Mann, 47, ziemlich heftig am Arbeiten, wenig Zeit für - eigentlich alles...

Die letzte OP war (mit TLIF-Verschraubung) Mitte 2012. Seit dem bin ich Schmerzpatient. Morphium, Fentanyl-Pflaster, Tramadolor, Cox-2-Hemmer, Oxycodon, Tilidin, Temgesic, - es war schon ziemlich viel dabei.

Nun bin ich seit einem Jahr mit den letzten beiden ganz gut eingestellt - aber mit neuem Streß und neuem Kollegen stieg der Streß noch ein Mal weiter.

Ich stehe m.E. vor der Wahl, die Dosis noch weiter zu erhöhen, mal wieder die "Sorte" zu wechseln oder mich in eine stationäre Schmerztherapie zu begeben.

Wer hat mit Letzterem Erfahrung? Und wenn: in welcher Richtung, mit welchem Ziel? Entzug oder Umstellung? Entzug ohne neue (körperliche) Basis scheint auch nicht gerade die erste Wahl zu sein.

Vielleicht hat jemand eine Idee...
Viele Grüße aus Köln!!

Dec 02, 2014 8:34 AM

Hallo, so wie Du schreibst, scheinst Du auch extreme viel Stress zu haben, daher würde ich zu stat. Therapie raten, von dem Gesichtspunkt her, einfach mal vom Stress Weg, und dort sehen welcher Medikamente oder andere Dosen für Dich besser wären.
Liebe Grüße aus dem Süden (Bayern;) )

Dec 02, 2014 10:21 AM

Ich persönlich würde auch zu einer Stationären Schmerztherapie raten. Ich war schon zweimal, jeweils für 2 Wochen. Ich werde es auch wieder tun, weil dieses die einzige Möglichkeit ist, wirklich fast aus dem Alltag heraus zu kommen u sich auf sich selbst zu konzentrieren u vor allem um sich selbst zu kümmern.
Zu Hause ist es zwar schöner, aber irgendwie hat man immer was zu tun...;)
Vorteil ist eben auch, sollten die Medis umgestellt werden, egal ob in der Dosis o das Medikament an sich, so ist man doch " unter Beobachtung" u kann sofort negative u/o positive Veränderungen besprechen.

Dec 02, 2014 1:08 PM

Danke!! Das ging ja sehr schnell... 😊
Kann man "mal eben so" 2 Wochen Schmerz-Reha machen? Ich würde sagen, dass das vielleicht gerade so gehen solle. Bestenfalls verpasse ich 2 Vorlesungstage, - nebenbei studiere ich etwas vor mich hin... Als ich das geplant habe, war alles noch sehr entspannt... Nun kostet es eine Stange Geld - und es wäre blöd, es nicht durchzuziehen. Geht ja auch nur noch ein Jahr. (Ok, ich rede es mir schön...)
Naja. Dankeschön jedenfalls erst mal!
Viele Grüße!!

Dec 02, 2014 3:34 PM

Servus ;)
Also zwei Wochen hmmm Reha max 3 Wochen oder, ich war beide Schmerztherapien als Akuteinweisung, einmal 6,5 Wochen (2013) und 5 Wochen (2014) ... Und lieber Lichtjäger ... Öm stressabbau

Dec 02, 2014 3:36 PM

Ups war noch nicht fertig, übers iPhone mit de Batzelfinger, sorry...

Also Du sollst ja mal weg vom Stress, daher vll schauen zwischen der Semester wenn dann ;)
LG

Dec 02, 2014 3:38 PM

hallo, ich wūrde das auch wahrnehmen wenn du die mōglichkeit dazu bekommst aber schaue das du noch psychologische hilfe dazu bekommst. mir hat dad sehr geholfen. gute besserung.

Dec 02, 2014 3:59 PM

Danke euch! Das Dumme ist, dass ich die Reißleine (noch) nicht ziehen will. Es hängt so viel dran. - Ich werde mit meinem Therapeuten reden, der nächste Termin wäre erst im Februar...
Andererseits sehen eure Schmerzbilder eher noch dramatischer aus, als meins.
Aber normales berufliches wie privates Leben fällt mir (mit "meinen" Schmerzen) eben schon jetzt sehr schwer.
Alles doof. Vor allem das hin und her im Kopf. Das ständige Abwägen und darüber-Nachdenken.

Dec 03, 2014 12:17 AM

Hi Lichtjäger, das Hin und Her im Kopf könntest Du mit einem Psychologen zu einem "Hin" wandeln. Dazu begleitend könntest Du das parallel während einer Schmerztherapie realisieren. Laß den akuten Schmerz nicht chronisch werden, denn dann wird der Schmerz die Krankheit. Schmerz ist individuell, andere Schmerzbilder sind für Dich nicht relevant.
Lg

Dec 03, 2014 10:51 AM

Naja, "akut" trifft's nicht wirklich, ich habe ihn seit fast 2,5 Jahren. Trotzdem danke!!

Dec 05, 2014 4:53 PM

Ich soll Anfang 2015 auch eine stationäre Therapie bekommen für Schmerzen und Psychologie um mit der Situation umgehen zu lernen. Hat jemand Erfahrungen damit? Ich habe da eigentlich keine Lust drauf da ich in den letzten 18 Monaten fast 9 Monate nur in Unikliniken war und einfach die Nase voll habe. Würde mich freuen wenn ihr mir etwas dazu schreiben könntet.
Gruß
Marco
Aus dem schönen Hessen

Dec 05, 2014 6:35 PM

Hallo Marco, so ähnlich war meine Situation 2012. 9 Monate krankgeschrieben, in der Zeit 3x dieselbe Bandscheibe operiert, - danach bekam ich noch Schmerzmittel vom Krankenhaus. Als die alle waren, befand meine Hausärztin: "Sie können ja gar keine Schmerzen haben, Sie haben ja keinen Krebs!"
Das war toll...!!
Jetzt, so wie jede Nacht irgendwann zwischen halb zwei und halb vier, bin ich wach, weil die Gräten weh tun.
Nun futtere ich eben seit 2 Jahren Schmerzmittel und frage mich, ob so'ne stationäre Therapie was bringt.
Wie lange soll Deine so gehen?
Grüße aus Köln!
Olaf

Dec 06, 2014 1:44 AM

Guten Morgen,
ich war 2013 direkt nach OP und Reha auf Schmerztherapie, erst 10-täg. noch im Krankenhaus und dann 2 Wochen heim, und weiter gings (quasi 2.12.12 - Anfang April) und dieses Jahr erneut in Reha (Mai) und in Schmerztherapie (August), und ehrlich, meine Schmerzen wie die psychischen Situation sind derzeit so, dass ich heute noch in erneute stat. Therapie gehen würde, egal ob Feiertage anstehen oder nicht.

Kommt natürlich immer drauf an, Klinik ist auch nicht Klinik, aber ich kann sagen, wenn Du die Chance bekommst dann nutze sie, und lass Dich einfach unvoreingenommen auf ALLES ein. Nie wird man alles für gut heißen, oder ganz normal finden, aber so manches überrascht mit der Wirkung, für Psyche, wie auch wiederum auf den Schmerz.
LG

Dec 06, 2014 11:03 AM

Komme zwar nicht aus dem Rheinland aber auch ich würde mittlerweile für eine stationäre Schmerztherapie mein Leben geben. Da ich aus Norddeutschlandkomme möchte ich nach Kiel. Im neuen Jahr wird das mein nächstes Ziel da hin zu kommen. Das soll die beste Schmerzklinik ever sein.

Dec 06, 2014 6:08 PM

Ich bin bis kurz vor Weihnachten noch Teilstationär in der Deutschen Klinik für Diagnostik in Wiesbaden und mir wurde beim Schmerzkonsil auch schon gesagt das die Ärztin sich in jedem Fall dafür einsetzt das ich schnellst möglich in eine Schmerztherapie und auch Psychotherapie auf Stationärer Basis komme. Sie empfiehlt ne Klinik an der Nord oder Ostsee. Ist für mich zwar sehr weit und da verheiratet und 2 Kids nicht unbedingt einfach aber ich hoffe das es was verbessert. Ich habe die vollste Unterstützung meiner Familie seit Beginn der Krankheit immer an meiner Seite. Seit paar Wochen soll ich so wenig wie möglich laufen und außer Haus den Rollstuhl nehmen. Seit dem ist meine Psychische Verfassung noch schlimmer geworden da ich laufen kann obwohl das linke Bein Taub ist und ich schmerzen wie S.... Habe. Da ich das Bein aber durch die Taubheit nicht richtig unter Kontrolle habe Falle ich halt auch selten mal. Der Rollstuhl macht es aber auch nicht besser da ich mich darin noch mehr nutzlos fühle. Große Hoffnung setzte ich auch auf das Zentrum für Unerkannte Krankheiten an dem Universitätsklinikum Marburg. Dort warte ich seit Mai auf ein Bett. Bisher hatte ich nur ein Ordner mit zisch hundert Fragen geschickt den ich fleißig beantwortet habe. Dann bekam ich nen Brief mit dem Hinweis es wird lange dauern bis ich dran komme auf Grund der hohen Nachfrage. Ich sei aber aufgenommen und im Notfall darauf verweisen das ich in die Uniklinik Marburg eingewiesen werden soll. Einfach total demutivierend wenn nichts wirklich voran geht.

So genug Gejammer es muss weiter gehen egal wie.
Schönen Sonntag
Gruß
Marco

Dec 07, 2014 3:11 AM

Hallo Marco,
jammern, tz tz tz ;) ...
Aber grad wenn Du die volle Unterstützung deiner Familie hast und auch die Klinik sehr weit weg ist, du brauchst auf einer Schmerztherapie sehr viel Zeit für dich und auch mal Phasen der absoluten Ruhe, daher mach Dir jetzt wegen der Entfernung keine Gedanken, wenn das Ergebnis stimmt sin die paar Wochen es wert. Gibt ja Videoschats etc.
Das mit Marburg klingt ja übel, also nach sehr langer Wartezeit, aber dann nutze die Zeit und mache eine Schmerztherapie.
Was würde ich gerne gehen, meine Therapeutin sagte schon, wenn wir nur gleich nen Platz bekämen, aber würde die Kasse sicherlich abweisen,da zwar die gesundh. Situation sehr viel schlechter geworden ist, aber ich ja erst im August war. Ich glaub die letzte war die schlimmste Nacht seit langem, aber dank dem neuen Mitbewohner im WZ musste ich ja meine Bücher abwischen und ins SZ bringen, damit der Schimmel nicht, dann wenn ich umziehen kann, mitzieht.
Wenn man nichts mehr alleine kann dann ist das einfach nur noch frustrierend, und vom ganzen Oxycodon dann noch Schädelweh, naja zumindest mal ne andere Stelle, damit Abwechslung ins Leben kommt.

@tigerkatzemoni, welche Klinik meinst Du? War bis jetzt am Königsee und dieses Jahr in Bad Füssing, Johannesbad, wo ich sagen muss,dieses Verständnis, und endlich wurde man nicht abgestempelt, sondern meine Schmerzen wurden ernst genommen, kann ich auch nur empfehlen, außer das Essen, ne wat grauenvoll, das wiederum war in der ersten super :D ....
Ich würde auch heute noch gehen wenn ich könnte, die ganzen Feiertage sind für mich aufgrund der ganzen Situation dieses Jahr eh schon gelaufen. :(

LG und einen einigermaßen schmerzfreien 2.Advent wünsch ich Euch.

Dec 07, 2014 3:04 PM

Lieber Mottexxx, die Klinik heißt direkt Schmerzklinik Kiel.

Dec 08, 2014 8:02 AM

Ich hoffe einfach das ich di eine Therapie machen darf und das ich dort dann auch wirklich geholfen bekomme. So langsam ist nämlich der Akku leer. Tag ein Tag aus Schmerzen Tabletten ohne Ende keine drei Stunden Schlaf am Stück, jeder Schritt tut weh. Aber wenigstens auf Toilette kann ich wieder gehen Dank der zwei Schrittmacher.
Schönen Montag noch. Gruß Marco

Dec 08, 2014 8:04 AM

Die Klinik in Kiel macht sich von den was man so liest einen guten Eindruck.

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