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Wie geht man mit Menschen um, einen wegen der Erkrankungen als "Psycho" abstempeln?

Mar 15, 2015 6:06 AM

Hallo,

ich erlebe sehr oft, dass man als Psycho von anderen Menschen abgestempelt wird. Wenn man ehrlich ist und auf die Frage, wie es einem geht, sagt, wie es einem im Moment geht.

Viele sagen dann "Du bist auch immer krank" oder "Bei dir ist doch eh alles psychisch", was ja nicht so ist.

Sicherlich leidet die Psyche unter den Erkrankungen, aber nicht umgekehrt.

Bei der nächsten Frage, wie es mir geht, werde ich fragen "Willst du die Wahrheit hören, und dich daran wieder aufgeilen und aufregen und mich dann als Psycho abstempeln oder soll ich dir einen vorlügen?".

Ich antworte nur wenigen guten Bekannten/Freunden, wie es mir geht!

Danke für Eure Antworten

Gruß

Mr Moyamoya

Mar 15, 2015 6:12 AM

Hallo,
Ich finde dieses Thema ebenfalls sehr sehr schwer!!! Ich bin bei guten engen Freunden und bekannten immer ehrlich ubd leider sage ich meistens wie es halt ist...nämlicht nicht gut. Es ist sicherlich schwer für das umfeld wrnn immer wieder was ist - aber was kann man dafür??man wünschte sich ja selbst sehnlichst dass man gesund wäre!!!!! Bei der Arbeit oder offizielleren Anlässen etc lüge ich immer vor... Das ist einfach einfacher.,aber diese menschen kennt man je nach dem auch nicht so gut und da muss man lernen dass man sich nicht immer ehrlich ausdr

Mar 15, 2015 6:17 AM

*ücken kann , kann einem dort aber auch egal sein... Ich denke richtig verstehen können einem immer nur betroffene. Ich bin seit 1 Jahr in einer beziehung ubd mein Freund bringt grubdsätzlich viel Verständnis auf- jedoch merke ich auch dass es nicht immer einfach ist wenn ich bei ihm immer ehrlich sage dass es nicht gut geht....hat auch schon öfters kleine Auseinandersetzungen gegeben.. Ich frage mich manchmals, hätte ich diese 4 j meiner Leidensgeschichte nicht erlebt, würde ich denn alles verstehen? Aber wir müssen zu uns stehen und trotz allem zu den Engsten Umstehenden ehrlich sein... Ehrlich sein und sich immer beklagen müssen wir aber deutlich unterscheiden,dass kann dann schon mal zu viel werden. Ich verstehe aber gut dass du das Thema ansprichst.. Habe auch viel Mühe damit mich richtig zu verhalten und zu entscheiden wie oft ich total ehrlich sein soll etc.....

Mar 15, 2015 6:33 AM

PS: Bitte lesen Sie sich das langsam und gut durch. Sie werden wohl beim ersten Lesen die Zusammenhänge, so, wie ich es geschrieben habe, nicht gleich verstehen (sorry):

Ich bin ein "evangelikaler" Christ. Besuche aus ÜBERZEUGUNG regelmäßig die Gottesdienste einer evangelischen Freikirche, wo nur das gelehrt wird, was in der Bibel steht und nicht, wie bei der kath. Kirche, Katholiken geistlich entmündigt werden und nur das glauben dürfen, was kath. Pfarrer oder der Papst ihnen lehrt.

Unter den Christen befinden sich auch welche, die der Meinung sind, dass Gott durch Krankheit Menschen straft, was ich nicht nachvollziehen kann und was mit meinem Bibelverständnis nicht vereinbar ist.

Dann gehe ich, was mir sehr gut tut, immer wieder in eine gemischte Sauna. In eine Männersauna würde ich nie gehen und diese wird bei uns eh nicht mehr angeboten.

Einige "Christen"meinen halt, Gott würde mich, weil ich eine "sündige gemischte Sauna" besuchen würde, strafen. Ich könnte ja dort eine nackte Frau sehen und eventuell mich mit einer anfreunden, und Sex außerhalb der Ehe haben, was ja für bibeltreue Christen ein Nogo ist.

Ich habe früher einmal in einer Freikirche zur öffentlichen Veranstaltung "Schwimmen ohne Badebekleidung" eingeladen, wo auch Familien ihre Kinder mitbringen. ich wurde deshalb 3 mal zu den Gemeindeältesten (Freikirchlicher Kirchenvorstand) zitiert, bin aber nicht hingegangen.

Dann hatte ich die "Bein-Rettungs-OP", nachdem mein rechtes Bein nach der Umstellungs-Ostheotomie schwarz geworden ist. Man hatte mir vor der OP, ohne es zu wissen, das Oxygesic NICHT gegeben und mir eine Vollnarkose gegeben, obwohl ich sie wegen Moyamoya (=Beidseitiger Halsschlagaderverschluss, im Gehirn fehlen mir ca 60 % der Gehirnarterien) nicht hätte geben dürfen. Man ging davon aus, dass man mir bei der OP das rechte Bein amputieren müsse.

Ich war danach für 3,5 Tage in einer Art Wachkoma. Samstag morgen bin ich dann wieder, als wäre nichts gewesen, "normal" aufgewacht. Am Montag kam ich dann auf die Normalstation. Ich durfte noch nicht das Bett verlassen, da kam der Pastor der Freikirche, in der ich seit einem Jahr Mitglied war an, und teilte mir mit, dass ich kein Gemeindeglied mehr sei.

Ich war 1993 in einem Schmerzzentrum, wo mir andere Patienten berichteten, dass ihre Partner/-innen zu einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt und dem Patienten eingeladen wurden und wo speziell über das Thema Sexualität gesprochen wurde.

Soweit ich mitbekommen und es auch gelesen habe, ich REGELMÄSSIGER Sex für einen Schmerzpatienten sehr wichtig, da dabei der Körper schmerzhemmende Wirkstoffe aussendet.

Da ich nicht verheiratet bin, gilt für mich bzw.verlangt man von mir als "wiedergeborener Christ im Sinne der Bibel". dass ich, solange ich nicht verheiratet bin, keinen Sex haben darf.

Zum Thema zurück:
Ich treffe solche gesetzliche "Glaubensgeschwister" immer wieder. Und wenn ich dann erwähne, dass ich in die gemischte Sauna gehe, weil mir dies gut tut und meine Schmerzen lindert, fahren diese gleich den "frommen Zeigefinger" hoch. Nach dem Motto "Würdest du die "sündige" Sauna nicht mehr besuchen, würde Gott dir die Schmerzen nehmen.

Ich erlebe immer wieder, dass Nichtchristen einen Menschen, wie ich es bin, der nebenbei erwähnt, dass er Christ ist, aber die Leute damit nicht "zulabert" viel toleranter sind, als Christen, von denen man es aufgrund ihres Christsein erwarten könnte, sind.

Danke fürs Durchlesen.

Gruß

Mr Moyamoya

Mar 15, 2015 9:43 AM

Das beste Beispiel dafür ist doch auch wieder das Thema aktive Sterbehilfe. Wird von der Kirche strikt
abgeleht.
Ich durfte mir wärend meiner Studienzeit von einem Prediger der mit in meinem Kurs saß auch immer wieder anhören. Gott lieb Dich, finde den Weg zurück und er wird dich belohnen und deine Schmerzen wieder lindern. Sehe die Krankheiten als Geschenk, Test. Ich habe dieses immer nur mit einem Kopfschütteln abgetan.
Ich habe mitlerweile den Weg eingeschlagen Menschen die mir nicht gut tuen aus dem Weg zu gehen. Auch lass ich so gut wie niemanden mehr an mich ran.
Nur Menschen die aktzeptieren was ich habe und wie ich damit Lebe bekommen bei mir einen Platz. Das klingt hart aber man muss sich das erst bei mir "Verdienen".
Ich lebe so damit viel Entspannter, brauche mich viel weniger Aufregen und Rechtfertigen. Wenn andere darüber Herziehen versuche ich es weitesgehend zu Ignorieren.
Man sagt mir zwar Medizinisch nach das ich eine Soziale Anpassungsstörung habe aber mal ehrlich, muss ich Leuten hinterher rennen odet sagen bitte bitte mag mich so wie ich bin. Och bitte.
NEIN ganz bestimmt nicht.
Unsere Krankheit egal welcher Form gehören zu uns. Entweder aktzepiert man uns damit oder nicht. Wenn nicht soll man uns in Ruhe lassen.

Mar 15, 2015 9:46 AM

Hallo Lyrica,

Ich hatte ab meinem Alter von 22 Jahren ca. 3 Jahre lang täglich starke Kopfschmerzen und war deshalb nicht fähig, eine Partnerin zu finden. Die Ursache hat man damals auch nicht gefunden. Diese wurde erst 11 Jahre später, als ich einen leichten Schlaganfall hatte, gefunden: Seltene "Schlaganfallkrankheit" Moyamoya.

Durch diese Diagnose wurde vieles klarin meinem Leben. Auch, wenn es keine einfache Diagnose war und ist, so wurde ich in gewisser Weise, zumindest von meinem direkten sozialen Umfeld sozial rehabilitiert. Ärzte, die mich als "Psycho" abgestempelt haben, haben sich für ihr Verhalten bei mir entschuldigt.

Ich bin leider an vielen unterschiedlichen Krankheiten erkrankt (sorry, klingt einfach schei...), ist aber so. Zum einen Moyamoya, dann starke (gelenkzerstörende) Schuppenflechte, (Nahrungsmittel)-Allergien, rheumatoide Arthrose und Psoriasis-Arthritis, Bluthochdruck, usw. Das Schielen mit den Augen wurde, obwohl ich bereits mit ca. 10 Jahren eine Brille bekam, erst im Alter von 33 Jahren operiert, usw.

Sobald mehrere Erkrankungen "sich melden", wird es für mich schwer. Ich brauchte eine Zeit lang gurt 30 Minuten morgens nach dem Weckerklingeln, bis ich aufstehen konnte. Dann schnell Medis eingenommen, und nochmals bis zu 90 Minuten warten müssen, bis ich in der Lage war, das Haus zu verlassen und mit meinem Auto Arztbesuche/Erledigungen durchzuführen. Danach schnell Haushalt machen und kochen. Von 13 - ca 16 Uhr Mittagsschlaf machen und die restliche Zeit ruhig angehen lassen.

Mir blieben nur wenige Stunden, um das, was am Tag anlag, zu erledigen. Selbst frisch kochen war und ist für mich als Nahrungsmittelallergiker sehr wichtig, sodass das Kochen die meiste Zeit des Tages beanspruchte. Für Hobbies blieb und bleibt da nur wenig Zeit.

Gruß vom Mr Moyamoya

Mar 15, 2015 9:53 AM

Hallo Servula, hallo ihr anderen,

wie geht ihr damit um, wenn ihr einfach geduzt werdet, obwohl ihr das nicht möchtet?
Ich reagiere hochgradig "allergisch", wenn mich wildfremde Menschen einfach duzen. Nach dem Motto "Was willst du kleiner Psycho denn...". Ich erlebe dies hier im Mietshaus mit dem Mieter, der im August 2013 in die Wohnung über mir eingezogen ist. Als er einzog, sagte er "Ich werde DEIN neuer Nachbar", das mit dem Du wiederholte sich. Ich schrieb ihn an, dass ich von Ihm gesiezt werden möchte - Er duzt mich immer noch. Ich weiß nicht, was ich noch machen muss.

Der Mieter über mir reagiert auf jedes Geräusch. Er hat sich früher einmal beschwert, dass eine Tür in meiner Wohnung quietscht. Ihm stört jedes Geräusch. Er hat sich gleich nach dem Einzug beschwert, dass ich zu laut sei. Daraufhin habe ich im klar gemacht dass ich wegen eines neuen Mieters, dem schon das Brummen einer Fliege an der Wand stört, nicht ändern werd

Mar 15, 2015 1:50 PM

Grundsätzlich gilt das kleine Einmaleins des guten Benehmens.
Dieses sollte auch in einer Community wie dieser. Hier neigt man aber eher dazu nocht zu Siezen da wir alle irgendwie was gemeinsam haben.
In der Situation die beschrieben wird finde ich ganz klar die Struktur : Provokation. Es wird bewusst provoziert um einen Streit ggf. auch Gewalt anzuzetteln. Aus meiner dmaligen Dienstzeit sind mir solche Situationen recht gut bekannt.
Solche Menschen können sich nur so Profilieren und fühlen sich damit besonders Stark.
Chance so etwas einzudämmen hat man nur wenn man es entweder Ignoriert, selber Provoziert (mit vorsicht zu genießen), könnte man z.B. damit das man den betreffenden dann Siezt oder zu harten Mitteln greift wie Polizei, Anwalt, Vermieter.

Mar 15, 2015 2:14 PM

Der Herr hat sein Auto, obwohl hier JEDER der 6 Mietparteien mind. 1 Parkplatz vor dem Haus im rechten Winkel zur Straße befindet, hat, hat er seinen PKW immer hinter meinem PKW halb auf dem Brügersteig stehend geparkt.

Ich habe ihn mehrfach, auch schriftlich, darauf hingewiesen, dass dies nicht geht. Ich sei Marcumarpatient und müsse jederzeit, wenn ich mich schneide oder verletze, mit dem meinem Auto sehr schnell zum Arzt fahren.

Irgendwann hat es mir dann gereicht, und ich habe Ihn, als er mit seinem Auto auf der anderen Straßenseite stand, fotografiert, wo auch das Autokennzeichen zu sehen war und ihn angezeigt.

Daraufhin hat er mich von seinem Balkon aus mehrfach bespukt. Die Hausverwaltung meinte, der Streit beträfe das Zivilrecht und nicht das Mietrecht, sodass diese nicht eingreifen könne und wolle.

Hier hat jeder der 6 Mietparteien alle 6 Wochen "Große Reinigungswoche", wo auch bei Schnee- und/oder Eisglätte von Mo-Sa von 7 Uhr - 21 Uhr Schnee und Eis beseitigt werden muss, an Sonntagen von 8 - 20 Uhr, sowie die Mülltonnen rausgestellt werden müssen.

Da ich mich mehrfach, wohl erfolgreich über den Mieter, der mir das Leben schwer macht, bei der Hausverwaltung beschwert habe, hat er versucht, mich dazu bewegen, andere Mietparteien, die nur mal vergessen haben, die Außentreppe zu putzen, bei der Hausverwaltung anzuschwärzen.

Er meinte, wenn ich mich beschwere, würde die Hausverwaltung eingreifen, wenn er es tut, eben nicht.

Mir ist zu Ohren gekommen, dass er in dem Mietshaus, in dem er zuvor gewohnt hat, und welches der selben Wohnungsbaugesellschaft gehört, sich mit jedem anderen Mieter angelegt haben soll und sogar von der Hausverwaltung eine Kur bezahlt haben wollte. Nur deshalb sei er dort ausgezogen.

Dieser Herr ist ca 60 Jahre alt und sehr sehr einsam. Da bekommt er wohl nur Aufmerksamkeit, wenn er Streit mit anderen Mietern sucht. Besuch von Freunden oder gar Verwandten bekommt er nicht. Ich wohne direkt an der Straße, mein Wohnungseingang befindet sich direkt neben dem Hauseingang.

Ich warte jetzt erstmal sein Verhalten ab. Ändert er es nicht, werde ich wohl Strafanzeige erstatten.

Ich wollte ja ihm schonmal empfehlen, den Hausarzt zu wechseln, sofern er ihn nicht zum Psychiater schickt, oder den Psychiater wechseln, weil er ihn nicht in die Psychatrie einweist.

Lieben Gruß und eine möglichst schmerfrei/schmerzarme Woche wünscht

Mr Moyamoya

Mar 15, 2015 3:52 PM

Genau das meinte ich Profilieren durch Aggressives verhalten. Eine schwer einzuschätzende Situation.
Gegenüber ihren Mitmenschen ständig am Wettern. Bei der Polizei dann der Geschädigte. Er müsse sich ja irgendwie wehren.
Die einzige Chance ggf. was zu Erreichen ist tatsächlich dann das Zivilrecht aber ohne die Hoffnung nehmen zu wollen da liegt es natürlich auch an der Auslegung und am Richter. Zivilrecht ist ein sehr komplexer Berreich. Ich würde ersteinmal daran festhalten so gut es geht ihm persönlich aus dem Weg zu gehen und zu Irgnorieren. Keine Briefe, Anschreiben etc. ohne die Hausverwaltung darüber zu Informieren oder aber eine Zweitschrift zukommen zu lassen. So hat man dann bei einem event. Gerichtsverfahren zusätzlich was in der Hand.

Mar 15, 2015 4:18 PM

Danke,

schade, dass es hier keinen Chat gibt. Dann könnte man sich direkt austauschen.

Ich wünsche Ihnen eine möglichst schmerzarme oder besser, schmerzfreie Woche.

Mar 15, 2015 4:58 PM

Gerne, danke das wünsche ich Ihnen auch.

Mar 15, 2015 6:04 PM

Also die Überschrift heisst hier ja. Wie gehe ich mit Menschen um die einen als Psycho abstempeln? Meiner Meinung nach mit solchen geht man gar nicht um. Links liegen lassen lautet die Devise 😃 die können und werden einen nicht verstehen , am besten man gibt klein bei und hat seine ruhe.

Mar 16, 2015 3:05 AM

Danke mini4444!

Bei mir ist es leider so, dass ich auch, warum auch immer, recht tollpatschig bin. Ich verletze mich recht oft, hatte bisher 13 Knochenbrüche und muss bei jeder Verletzung, wo ein Knochen gebrochen werden könnte, zum Röntgen. Bei mir ist oft das rechte Handgelenk betroffen, sodass ich immer wieder eiinen Salbenverband oder eine Bandage bekomme. Und da ich immer frische Lebensmitteln im Aldi oder Lidl einkaufen gehe, sehen mich auch viele Menschen, die mich kennen und "nötigen" mich dann auch zu einem Gespräch.

Und da sind dann Sprüche "Was hast du denn schon wieder gemacht", normal. Wenn im Sommer die von mir bevorzugte Apotheke Urlaub hat, gehe ich in die andere (bei uns im Ort gibt es nur 2 Apotheken). Und in dieser sind Mitarbeiterinnen, die schonmal darüber lästern, dass ich der Krankenkasse und somit dem Steuerzahler zu viel Geld koste. Ich brauche im Jahr für rund 21.000 Euro Rheumapritzen und für rund 7.000 - 9.000 Euro andere Medikamente

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